Glossar


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Antastrichtung
Richtung, aus der der Sensor eines Messgeräts die Messpunktaufnahme durchführt. Bei einem berührenden Sensor wird dieser z. B. entlang der Antastrichtung auf das Werkstück zu bewegt, bis eine Berührung erfolgt. Viele Sensoren verhalten sich nicht in alle Richtungen gleich und lösen in manchen Richtungen die Messpunktaufnahme früher aus als in anderen. Das muss bei sehr genauen Messungen (etwa zur Kalibrierung des Messgeräts) stets berücksichtigt werden.
Aufspannung
Vorrichtung, mit der ein Werkstück so an einer Maschine oder einem Messgerät befestigt wird, dass ein Verrutschen während der Bewegung oder durch Berührung verhindert wird.
CCD
Abkürzung für “Charged Coupled Device”, übersetzt etwa “Ladungsgekoppeltes Halbleiterelement”. Bestimmter Typ eines digitalen Fotochips
CMOS
Abkürzung für “Complementary Metal Oxide Semiconductor”, übersetzt etwa “(Paarweise) Gegensätzlich verschaltete Transistoren”. Bestimmte Art eines elektronischen Chips.
Diode
Elektrisches Halbleiterelement mit der besonderen, einem Ventil ähnlichen Eigenschaft, den Stromfluss nur in eine Richtung zuzulassen.
Fokus
Befindet sich ein Gegenstand im Fokus eines Objektivs, bedeutet das, dass die Lichtstrahlen, die von jedem beliebigen Punkt des Gegenstandes ausgehen, durch das Objektiv genau wieder in einen Punkt auf der Bildebene gebündelt werden. Mit anderen Worten: Der Gegenstand wird scharf abgebildet.
Fokuspunkt
Auch Brennpunkt. Beschreibt einen Punkt auf der optischen Achse, an dem alle von ihm ausgehenden Lichtstrahlen durch eine Linse in ein paralleles Strahlenbündel gebrochen werden. Umgekehrt werden parallel verlaufende Lichtstrahlen durch eine Linse im Fokuspunkt gebündelt (Brennglaseffekt).
Formabweichung
Die Größe der Abweichung einer wahren zu einer idealen Form.
Fotodiode
Lichtempfindliches Halbleiterelement. Je mehr Licht auf eine Fotodiode fällt, desto mehr elektrische Spannung wird in einem Element erzeugt.
Hochauflösende Maßstäbe
Die Auflösung eines Maßstabs ist die kleinste Länge, die mithilfe des Maßstabs ermittelt werden kann. Je kleiner die Länge ist, desto höher ist die Auflösung des Maßstabs
Kalibrierung
Abgleich eines Sensors oder der Maßstäbe des Messgerätes mit einem Normal.
Kaltlicht
Wird das von einer Glühlampe ausgehende Licht durch einen Glasfaselichtleiter geführt, wird zwar das von der Lampe ausgestrahlte Licht transportiert, nicht aber die ebenfalls ausgestrahlte Wärme. Das am anderen Ende des Lichtleiters austretende Licht ist daher kalt und kann zu keiner temperaturbedingten Längenausdehnung von Messgerät oder Werkstück führen.
LASER
Abkürzung für “Light Amplification by Stimulated Emmission of Radiation”, übersetzt etwa “Lichtverstärkung durch stimuierte Strahlungsemission”. Sehr energiereiche, fast punktförmige Lichtquelle.
LED
Abkürzung für “Light Emitting Diode” oder “Licht emittierende Diode”. Mit anderen Worten: Eine Licht abgebende Diode, oder - noch einfacher - eine Leuchtdiode.
Längenausdehnungskoeffizient
Materialkonstante die angibt, in welchem Maß sich das Material bei zunehmender Temperatur ausdehnt.
Längenmessabweichung
Kenngröße, die eine Vergleichbarkeit von verschiedenen Messgeräten in Bezug auf die Qualität der ermittelten Messwerte ermöglicht.
Messmittelfähigkeitsanalyse
Statistisches Verfahren zur Feststellung, ob ein bestimmtes Messgerät zur Lösung einer vorgegebenen Messaufgabe geeignet ist. Dazu muss die Streuung der mit dem Messgerät ermittelten Messwerte im Verhältnis zur Toleranz des Maßes relativ klein sein.
Messunsicherheit
Ein Kennwert, der einem Messwert beigeordnet wird, und der die Unsicherheit des Messwertes angibt - also die mögliche Abweichung des ermittelten zum wahren Maß.
Normal
Referenz- oder Bezugswerkstück mit definierter und bekannter Länge oder Größe.
Pixel
Kleinste Sensoreinheit auf einem CCD- oder CMOS-Chip, bestehend aus einer Fotodiode und den dazugehörigen Steuerelementen und Leiterbahnen. Jedes Pixel eines Chips ermittelt unabhängig von den anderen einen Helligkeitswert. Werden diese Helligkeitswerte im gleichen Raster dargestellt, wie die Pixel auf dem Chip verteilt sind, entsteht ein digitales Bild. Daher wird auch der einzelne Bildpunkt eines digitalen Bildes Pixel genannt.
Progressive Kamera
Eine konventionelle Videokamera übergibt immer im Wechsel ein Halbbild. Das heißt, während die Kamera z. B. die obere Hälfte des Bildes erfasst, wird die untere Hälfte ausgegeben und umgekehrt - jeweils im Wechsel und in schneller Folge. Bei progressiven Kameras wird dagegen immer ein vollständiges Bild aufgenommen und ausgegeben.
Schaltende Taster
Ein berührender Sensor, der wie ein elektrischer Schalter wirkt. Bei Berührung des Werkstücks gibt der Sensor ein einmaliges Signal und muss zunächst wieder vom Werkstück entfernt werden, bevor er das nächste Signal geben kann.
Schärfentiefe
Gibt die Länge entlang der optischen Achse an, in der das von einem optischen System erzeugte Bild gleich bleibend scharf ist. Da das optische Auflösungsvermögen besser wird, je kleiner die Schärfentiefe ist, sollten Mikroskopobjektive eine möglichst kleine Schärfentiefe besitzen. Außerdem wird eine Messung durch Fokussierung also Scharfstellung des Bildes umso genauer, je kleiner die Schärfentiefe ist.
Sichtfeld
Auch Sehfeld. Durch ein Mikroskop sichtbarer Bereich eines Werkstücks. Bei Betrachtung eines Gegenstands durch das Okular eines Mikroskops wird ein kreisrunder Bereich sichtbar, bei Verwendung einer digitalen Kamera ist das Sehfeld dagegen rechteckig (bedingt durch die Form des digitalen Fotochips).
Streuwert
Statistische Größe; gibt an, in welchem Maß die gesammelten Werte um den gemeinsamen Mittelwert streuen.
Telezentrik / Telezentrie
Optisches System, bei dem nur weitgehend parallel zur optischen Achse verlaufende Lichtstrahlen zur Abbildung eines Gegenstandes verwendet werden.
Tiefenschärfe
In der Fotografie häufig verwendeter Begriff. Gibt die Länge entlang der optischen Achse an, in der das von einem optischen System erzeugte Bild gleich bleibend scharf ist. Im Gegensatz zur Mikroskopie ist bei den meisten fotografischen Anwendungen eine große Schärfentiefe gewünscht, um sowohl nahe als auch weiter entfernte Objekte gleich bleibend scharf abbilden zu können (vgl. auch “Schärfentiefe”).